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Meditation

Posted 1/31/2014
Thay berichtet von einem Lehrgang mit dem Thema „Business und Spiritualität“, den er in der Schweiz gemeinsam mit 4 weiteren Referenten für führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und Wissenschaft abhielt.
Ein Neurobiologe aus Gießen, der 10 Jahre lang intensive Forschung betrieb unter dem Gesichtspunkt „Gehirn und Meditation“ präsentierte seine Forschungsergebnisse und seine Erfahrungen mit vielen hundert Versuchspersonen. Unter Nutzung moderner Technik wie der Computertomographie und anderer bildgebender Medien konnte sichtbar gemacht werden, wie sich ein Gehirn unter gewissen Voraussetzungen entwickelt und verändert. Bei Probanden, die jahrelang tgl. 1 Stunde meditierten, konnte eine Zunahme der grauen Gehirnzellen nachgewiesen werden. Bei jungen Leuten ging das Wachstum schneller voran, aber bei 50jährigen Meditierenden blieben die Gehirnzellen länger gesund erhalten.
Nichtmeditierende, die viel Streß erleben, weisen eine Zunahme von Cortison im Kopf auf. Gehirnzellen werden infolge sichtbar zerstört. Es konnte lokalisiert werden, in welchen Hirnbereichen bei Streß und Traumata emotionale Blockaden entstanden und ein Zellabbau stattfand. Wir denken in Bildern. Bei Streß wird der visuelle Prozeß beeinträchtigt. D.h. wir versuchen, Bilder zu vergessen. Leute, die zu viel Streß haben, werden dement oder auch depressiv. Depressive erhalten Alzheimer.
Bei Mönchen und Nonnen, die als Testpersonen dienten, konnte die Effektivität ihrer Meditationszeit herausgefunden werden. Wer nur in Meditationshaltung saß, aber träumte, schlief oder seine Gedanken schweifen ließ, wies keine Gehirnveränderung auf.
Es gibt Menschen, die die Gehirnzonen, die Glück erzeugen, nicht besitzen. Sie verwechseln Glück mit Verbindung. Wenn sie mit jemandem eine Verbindung haben, erfassen sie das als Glück.
In der Meditation wollen wir uns nicht stressen. Je mehr wir meditieren, desto mehr wird unser Vorderhirn aktiviert. Die betroffenen grauen Zellen stimulieren unsere Weisheit, unser Mitgefühl. Dies wiederum eröffnet uns den Zugang zu Glück und Leid.
Meditation ist eine Art von Konzentration.
Thay fragt den betr. Referenten, was besser die Konzentration fördert: Yoga, Qi Gong, Tai Chi oder Meditation. Die Antwort war: Yoga. Meditiert jemand jedoch ehrlich, hat das den gleichen Erfolg wie Yoga. Das ist messbar. TaiChi und Qi Gong haben die gleiche Wirkung.
Die geistige Ebene wird dabei mit dem Körper verbunden.
Thay interessierte sich dafür, welche Wirkung „Achtsamkeit im Alltag“ hat.
Derselbe Wissenschaftler hat mit Nonnen experimentiert, die jahrelang achtsam gelebt haben. Eine dieser Frauen spendete zu Forschungszwecken ihr Gehirn nach ihrem Tod. Als es untersucht wurde, brachte das Ergebnis, dass sie Nonne längst auffällig an allen Erscheinungen von Alzheimer gelitten haben müsste, was jedoch nicht der Fall war. Durch Meditation, Achtsamkeit und Konzentration hatte ihr Gehirn sich so verändert, dass bestimmte Teile für andere geschädigte die Arbeit und Funktion übernommen hatten.
Bei Menschen, die bewusst 5x am Tag wenigsten kurz, aber bewusst meditieren, kommt es zu einer vermehrten Sauerstoffzufuhr, zu einer besseren Durchblutung ihres Gehirns und infolge zu einer höheren Gehirnaktivität. Wenn beim Einatmen der Körper hochgezogen wird und beim Ausatmen losgelassen wird.
So findet eine Selbstregulation statt.
Wenn wir beim Meditieren beobachten: es kommt – bleibt – und geht.
Das signalisiert uns: es ist Keine Gefahr!
Bei Angst arbeitet das Gehirn nur zonenmäßig. Entspannen wir uns aber, geht das vorüber.
Bei der Metta-Meditation werden Enzyme freigesetzt, die das Herz bereichern. Da wir in der Zeit nicht mit Haß arbeiten, fühlen wir keine Gefahr und kommen in Entspannung. Das bedeutet Gesundheit fürs Herz
Das Leben organisiert sich aus der Fülle, nicht aus dem Mangel. Mit viel Liebe bleibt alles da und vermehrt sich.




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